Herren,
gemäss meinem Vorbild Gordon Gekko bin ich natürlich für den freien Markt und damit unlimitierte Trades, denn wie wir wissen, wird's die unsichtbare Hand schon richten, und dort, wo das nicht passiert, haben wir es meistens mit der Rache Gottes für frühere Freveltaten zu tun, das ist schon mal klar. Zu den Argumenten:
1. Wenn es darum geht, den Draft aufzuwerten, dann müsste man konsequenterweise sämtliche Einwechslungen während der Saison verbieten. Dann wäre der Draft ein "One Shot Deal" - wer gut drinliegt, der hatte Glück, und wer schlecht drinliegt, der hatte halt Pech. Dass wir das aber nicht wollen, scheint unbestritten. Bei 12 Mitspielern glaube ich übrigens nicht, dass der Draft aufgewertet werden muss - es wird schon sonst im hoffentlich nur übertragenen Sinne ziemlich eng.
2. Ich glaube, dass sich über eine Saison (insbesondere bei momentan 12 Mitspielern) die Höhen und Tiefen der Bundesliga automatisch in der Treuetabelle niederschlagen. Es ist folglich (und bei Betrachtung der Resultate der letzten zwei Jahre) gar nicht nötig, diese Tabelle künstlich anzuheizen.
3. Tatsächlich pflichte ich Mägi bei: im Zeitpunkt des Trades haben hoffentlich beide Parteien das Gefühl, einen guten Deal abzuschliessen. Wenn nicht, dann ist dies das Problem der betroffenen Tauschpartner. Nur weil sich die beiden getauschten Spieler faktisch unterschiedlich entwickeln, spricht dies nicht gegen das Erlauben von Trades: Ein Topstürmer kann sich auch nach der ersten Runde für ein ganzes Jahr verletzen - die Entwicklung ist also auch beim Draft nicht abzusehen. Ungleiche Traderesultate sind also nur bezüglich Trades sicher kein Grund für ein Verbot.
4. Sehe ich nicht ein, warum das Spiel regulieren soll, was bilateral, d.h. am Spiel vorbei abläuft. Es gilt doch auch für Trades Angebot und Nachfrage - wenn man nicht will, dass A mit B tradet, muss man A halt das bessere Angebot unterbreiten...
Soweit meine Überlegungen. Bis bald.